Was muss Ihr Prozess können, bevor ein Roboter überhaupt etwas taugt?
Automatisierungsprojekte scheitern selten am Roboter. Sie scheitern an Teilevarianz, an Rohteilen, die lose in der Gitterbox liegen, an Ausschuss, dessen Ursache niemand kennt, und an Ausnahmen, die heute ein Mensch nebenbei abfängt, ohne dass es jemandem auffällt. Das lässt sich alles klären, bevor ein Gerät im Raum steht — und es lohnt sich auch dann, wenn nie eines kommt.
Zwei Wege hinein — und ein dritter, wenn es sich ergibt
Der Unterschied ist nicht die Gründlichkeit, sondern der Ausschnitt: Der Reifecheck schaut auf den Betrieb und sagt, was zuerst dran ist. Das Fern-Assessment schaut auf einen einzelnen Prozess und geht in die Tiefe. Beides per Video, beides bundesweit.
Reifecheck
- 90 Minuten mit Ihnen und, wenn möglich, dem Fertigungsleiter
- Grobe Reifeeinschätzung des Betriebs anhand Ihrer Angaben und Fotos
- Kurzbericht: welcher Prozess zuerst dran ist und warum
- Zwei bis drei Vorbereitungsmaßnahmen, die sich sofort lohnen
Wenn Sie wissen wollen, wo Sie stehen — ohne schon ein Vorhaben zu haben.
Fern-Assessment
- Ein Prozess, den Sie unter meiner Anleitung selbst messen und filmen
- Acht Kriterien, jedes mit Ampel und Begründung — die Aufzeichnung ist der Beleg
- Acht bis zwölf Seiten Bericht binnen fünf Werktagen
- Nachbesprechung, in der Sie widersprechen können
Wenn ein konkreter Prozess feststeht und eine Investition im Raum steht.
Assessment vor Ort
- Ein halber Tag an Ihrer Anlage, Zeiten selbst gemessen
- Gleicher Bericht wie beim Fern-Assessment, mit eigener Beobachtung
- Nicht bestellbar: Ich bin die meiste Zeit in China und komme, wenn ich ohnehin in Deutschland bin
- Wer Interesse hat, kreuzt es unten an — ich melde mich, sobald es passt
Ein Bonus, kein Versprechen. Planen Sie mit dem Fern-Assessment; der Besuch kommt dazu, wenn er kommt.
Beides beginnt mit einem kostenlosen Vorgespräch von dreißig Minuten. Wenn sich danach keins von beidem lohnt, sage ich das.
Acht Kriterien — das wird bewertet
Jedes bekommt eine Ampel und eine Begründung. Die Kriterien sind dieselben, egal welcher Betrieb — dadurch lassen sich Aussagen vergleichen und nachprüfen. Rot heißt nicht „geht nicht“, sondern „das muss vorher gelöst werden“.
Die Kriterien und die vier Reifegrade stehen vollständig im Robo-Ready-Standard — mit den Schwellen für Rot, Gelb und Grün. Sie können sich damit auch selbst bewerten.
Teilevarianz
Wie viele verschiedene Teile laufen über den Prozess, und wie stark unterscheiden sie sich in Greifpunkt, Gewicht und Spannung?
Zuführbarkeit
Kommen die Rohteile in definierter Lage an oder liegen sie lose in der Gitterbox? Das entscheidet häufig über den Preis der ganzen Anlage.
Taktzeitstabilität
Wie stark streut die Bearbeitungsdauer, und wodurch? Ein Prozess mit unklarem Takt lässt sich nicht sauber auslegen.
Qualitätskriterien
Ist schriftlich festgelegt, wann ein Teil gut ist — und wer das entscheidet? Ohne klares Kriterium kann keine Automatisierung prüfen.
Prozessstabilität
Wie hoch sind Ausschuss und Störungsrate heute, und woher kommen sie? Späne, Werkzeugverschleiß, Kühlschmierstoff.
Maschinenschnittstelle
Kann die Steuerung ein Signal geben, lässt sich die Tür automatisieren? Gibt es die Schnittstelle nicht, wird es teuer.
Platz und Sicherheit
Ist genug Fläche da, welche Schutzeinrichtung wird nötig, wer verantwortet die Risikobeurteilung?
Personal und Akzeptanz
Wer bedient die Anlage später, wer behebt Störungen — und was halten die Beteiligten davon?
So läuft das Fern-Assessment ab
Der Reifecheck ist kürzer: ein Videogespräch von 90 Minuten, danach der Kurzbericht. Das Fern-Assessment hat fünf Schritte — und der wichtigste ist der, bei dem Sie die Kamera halten.
Vorgespräch, 30 Minuten
Telefonisch und kostenlos. Wir suchen gemeinsam den einen Prozess aus, der sich zu prüfen lohnt, und ich sage Ihnen, welche Unterlagen ich brauche.
Sie bereiten vor
Ein Fragebogen zu den acht Kriterien und eine Foto- und Videocheckliste: Rohteilanlieferung, ein typisches Teil, die Maschine mit offener Tür, das Typenschild der Steuerung.
Videotermin an der Anlage, zwei Stunden
Sie halten die Kamera, ich leite an. Wir messen fünf Durchläufe, sehen uns Teile und Störungen an und sprechen mit den Leuten, die den Prozess fahren.
Bericht binnen fünf Werktagen
Acht bis zwölf Seiten: Bewertung, was vorher zu lösen ist, welche Angaben fehlen, wirtschaftliche Annahmen mit Bandbreiten. Jede Zahl trägt ihre Herkunft.
Nachbesprechung, 45 Minuten
Wir gehen den Bericht durch. Sie können widersprechen, und wenn Sie recht haben, wird der Bericht korrigiert.
Was am Ende auf dem Tisch liegt
Ein Bericht, den Sie Ihrem Steuerberater, Ihrer Bank und Ihrem Integrator vorlegen können — und der Ihnen im Lieferantengespräch die richtigen Fragen gibt.
Der Prozess, wie er heute läuft
Schritt für Schritt, mit gemessenen Zeiten. Häufig der erste Moment, in dem im Betrieb jemand die Streuung schwarz auf weiß sieht.
Reifebewertung mit Ampel
Acht Kriterien, jedes mit Begründung. Sie sehen, welche Punkte den Betrieb heute von jeder Form der Automatisierung trennen.
Was vorher zu lösen ist
Mit grober Kostenschätzung. Oft ist der günstigste Schritt kein Roboter, sondern entgratete Rohteile oder ein einheitliches Spannmittel.
Was noch fehlt
Eine Liste von Angaben, die Sie selbst beschaffen müssen — Stückzahlen, Ausschussquoten, Abnahmekriterien. Ohne sie rechnet niemand seriös.
Wirtschaftliche Annahmen
Investitionsspanne, Stundensatz, Auslastung, Amortisation — als Bandbreite, und jede Zahl mit Herkunft. Keine Punktlandung, die niemand halten kann.
Die nächsten drei Schritte
Konkret und in Reihenfolge. Häufig gehört ein Lieferantenversuch mit zwei Teilefamilien dazu, bevor irgendetwas bestellt wird.
Was Sie danach tun — und warum es sich sofort rechnet
Der Bericht endet nicht mit „warten Sie ab“. Er endet mit Maßnahmen aus dieser Liste. Jede davon senkt schon heute Kosten oder Aufwand; dass sie nebenbei die Voraussetzung für Automatisierung schafft, ist der Zusatznutzen.
| Maßnahme | Was sie heute bringt | Warum sie später entscheidet |
|---|---|---|
| Abnahmekriterien schriftlich festlegen | Zwei Facharbeiter entscheiden nicht mehr verschieden — der Ausschuss wird messbar und sinkt. | Ohne definiertes Kriterium kann keine Automatisierung prüfen. Das ist die harte Voraussetzung. |
| Teilefamilien bündeln | Weniger Rüstwechsel, ruhigerer Maschinenlauf, planbarere Termine. | Bestimmt, wie teuer der Greifer wird — und ob überhaupt einer reicht. |
| Rohteile geordnet zuführen | Kürzere Handhabungszeiten an jedem Arbeitsplatz, weniger Suchen und Sortieren. | Entscheidet häufig über den Preis der ganzen Anlage. Griff in die Kiste ist die teure Lösung. |
| Ausnahmen dokumentieren | Das Feuerlöschen endet, und Krankheitsvertretung wird möglich, weil es aufgeschrieben ist. | Jede undokumentierte Ausnahme wird später zum nächtlichen Anlagenstillstand. |
| Maschinenschnittstelle klären | Voraussetzung für jede Betriebsdatenerfassung und jede ehrliche Auslastungszahl. | Fehlt das Signal, wird die Nachrüstung zum unerwarteten Posten in der Rechnung. |

Jakob Waterkamp
Maschinenbauingenieur (B. Eng.)
Siebzehn Jahre Entwicklung und Serienfertigung — elf davon bei der BMW Group, davor knapp sechs Jahre als Entwicklungsingenieur bei der EDAG Group. Die Aufgabe war im Kern immer dieselbe: dafür sorgen, dass ein Produkt vom Prototyp in eine stabile Serienfertigung kommt, und herausfinden, woran es liegt, wenn das nicht funktioniert.
Schwerpunkte: Anlaufmanagement, Qualitätsmanagement und systematische Problemanalyse in Erprobung und Produktion. Neun Jahre davon in China, wo er Serienanläufe vor Ort verantwortet und Lieferanten bewertet hat.
Warum das hier passt: Die Fragen, die über eine Automatisierung entscheiden, sind dieselben wie beim Serienanlauf. Läuft der Prozess stabil? Ist festgelegt, wann ein Teil gut ist? Was passiert bei einer Ausnahme — und wer fängt sie heute ab, ohne dass es jemandem auffällt?
Sie sprechen mit mir — und ich führe die Bewertung selbst durch.
Was ich nicht mache
Diese Abgrenzung steht hier, weil sie den Wert bestimmt. Wer alles verspricht, kann nichts davon einhalten.
Keine Prognosen
Ich sage Ihnen nicht, wann welcher Roboter marktreif ist oder was ein Humanoider in drei Jahren kann. Das weiß niemand. Ich sage Ihnen, was Ihr Prozess braucht, damit die Frage überhaupt relevant wird.
Keine Anlagenplanung
Ich lege keine Roboter aus, projektiere keine Zelle und wähle keinen Lieferanten. Wo eine Aussage von gerätespezifischer Machbarkeit abhängt, steht das im Bericht — samt Empfehlung, wer es prüfen sollte.
Keine Risikobeurteilung
Die Risikobeurteilung nach Maschinenrichtlinie und die CE-Dokumentation gehören zur späteren Anlage und verantwortet, wer sie in Verkehr bringt. Ich benenne, was auf Sie zukommt, mehr nicht.
Keine Erfolgsgarantie
Alle Zahlen sind Richtwerte mit Bandbreite und beruhen zum Teil auf Ihren Angaben. Verbindlich wird es erst mit einem Angebot auf Basis Ihrer konkreten Aufgabe.
Keine Provision
Ich verkaufe keine Roboter, bin an keinen Hersteller gebunden und bekomme von niemandem eine Vermittlungsgebühr. Deshalb kann im Bericht auch stehen, dass sich das Vorhaben nicht lohnt.
- Vorgespräch von 30 Minuten vorab, kostenlos und unverbindlich
- Bundesweit, keine Anfahrt, keine Reisekosten
- Vertraulichkeit ohne zeitliche Begrenzung
- Kein Verkauf, keine Provision, keine Weitergabe Ihrer Daten
Ein Besuch vor Ort? Ist möglich, wenn ich in Deutschland bin — ich lebe und arbeite die meiste Zeit in China. Kreuzen Sie unten an, dass Sie daran Interesse haben; planen Sie aber mit dem Fern-Assessment. Der Besuch ist ein Bonus, kein Termin.